KPSG Pegnitz Böllerschützen

1989 hatten einige Schützen die Idee das Böllerschießen eigentlich auch Spass machen
könnte.
Angeregt wurden sie von anderen Vereinen die bereits mit dem Böllerschießen begonnen
hatten. Nachdem dafür eine Erlaubnis erforderlich war hat man mit etwa 12 Schützen sich
beim Gewerbeaussichtsamt für eine Prüfung angemeldet. Der Unterricht und die Prüfung
fand im Gasthaus in Troschenreuth statt. Der Lehrgangsleiter war Oberamtmann Klein,
vielen Schützen in Oberfranken noch sehr bekannt. Er war einer der treibenden Kräfte um
das Böllerschießen wieder zu beleben. Leider ist er unmittelbar nach seiner Pensionierung
in Italien auf tragische Weise ums Leben gekommen.

Der Prüfer war H. Gafert vom Gewerbeaufsichtsamt Nürnberg. Im ging ein etwas schlimmer
Ruf voraus, den er allerdings immer wieder auch bei späteren Prüfungen voll bestätigt hat.
Kurz und gut, es sind nur wenige durchgefallen.
In den nächsten 2 Jahren wurden Böller angeschafft und mit dem Schießen begonnen.

Die damaligen gesetzlichen Bestimmungen sahen vor, jedes Schießen musste natürlich
mit Gebühren durch das LRA genehmigt werden. So war es damals auch kostenaufwendig.
Dieses Verfahren wurde so zur Kuriosität, als wir Pegnitzer Schützen beim Schießen im
Landratsamt zum 25 Jährigen Bestehen des Landkreises eine Genehmigung durch die
Stadt Bayreuth einholen musste, da das Landratsamt zum Stadtgebiet Bayreuth gehört.

1997 wurde bei einer Geburtstagsfeier über die Möglichkeit diskutiert, dass man sich eine
Böllerkanone anschaffen sollte.
In diese Diskussion kaufen oder selber bauen hatte ein Schütze die Idee, wir könnten doch
mit der Böllerkanone der Stadt Pegnitz schießen. Nach Gesprächen mit dem 1. Bürgermeister
H. M. Tümmler haben wir die Kanone als Leihgabe übernommen und schießen seit dieser
Zeit beim Gregorie am Schloßberg.

Und so schießen Böllerschützen der KPSG Pegnitz bei vielen Anlässen sowie bei
großen Schießen wie Oberfränkisches Böllertreffen, Pfälzer und Bayerisches Böllerschießen.